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Mehr als nur eine Kompromisslösung für unser Humboldt-Gymnasium

In den letzten Wochen ging es in Radeberg gefühlt nur um ein Thema: Die Sicherung und Erweiterung des Humboldt-Gymnasiums. Das Ziel war allen Stadträten bereits zur letzten Sitzung am 2. März bewusst. Für den angedachten und dringend benötigten Erweiterungsbau unseres Gymnasiums benötigt der dafür zuständige Landkreis Bautzen ein entsprechendes Grundstück. Ein dafür in Auftrag gegebenes Gutachten favorisierte im Ergebnis bereits 2020 eindeutig das sogenannte Eschebach-Areal. Die Verhandlungen mit dem Eigentümer scheiterten jedoch offensichtlich, daher sollte ein Grundstück – der ehem. Sportplatz und die alte Turnhalle – an der Pulsnitzer Straße verkauft werden, welches sich in städtischem Eigentum befindet. Besagtes Gutachten wies jedoch für das Bauvorhaben an dieser Stelle erhebliche Nachteile auf, was beispielsweise die Verkehrsanbindung oder die Sicherheit der Schüler betrifft. Daher wurde der Antrag zum Verkauf nach langer und emotionaler Debatte mit einer knappen Mehrheit abgelehnt, worauf der Oberbürgermeister Gerhard Lemm sein Veto einlegte und der Antrag somit erneut beschlossen werden musste.

Die Zeit bis zur gestrigen Sondersitzung (20.03.2022) des Stadtrates nutzten alle Beteiligten auf unterschiedliche Art. Es wurden Gespräche geführt, Mails geschrieben und Überzeugungsarbeit geleistet. Im Ergebnis daraus konnte den Stadträten gestern eine Ergänzung zur Beschlussvorlage präsentiert werden, der zunächst dem Standort Eschebach eine Chance einräumt, da der Eigentümer sein Kaufangebot bzw. die damit verbundenen Bedingungen überarbeitet hatte. Bedingungen, die der Landkreis bereit ist, zu akzeptieren. Kommt der Kauf des Grundstückes am Bahnhof Radeberg dennoch nicht zustande, dann steht das städtische Grundstück an der Pulsnitzer Straße dem Landkreis noch immer zur Verfügung. Dieser Antrag wurde einstimmig beschlossen!

Mit der Zustimmung haben wir aus meiner Sicht nicht nur den besseren Standort für die Erweiterung unseres Gymnasiums gewählt. Vielmehr war dies vielleicht gleichzeitig die Initialzündung, die nötig schien, um eine zukunftsorientierte Entwicklung der gesamten Brachfläche neu anzugehen. Zudem bleibt das Grundstück an der Pulsnitzer Straße in städtischer Hand und es kann nun in Überlegungen eigener wichtiger kurz- und mittelfristiger Vorhaben einbezogen werden.

Dies alles setzt zwar zunächst den Kaufabschluss zwischen dem Landkreis und dem Eigentümer vom Eschbach-Areal bis zum 14.04.2022 voraus, aber allein die Tatsache, dass bereits der Entwurf eines notariellen Kaufvertrages vorliegt, zeigt, dass beide Seiten diesen Weg gemeinsam gehen wollen.

Ein schöner Tag für Radeberg!

Visualisierung: © Kompetenz-Team Frank Höhme